Maler vs. Malermeister

Bezüglich der Grundfähigkeiten unterscheiden sich Maler und Malermeister kaum voneinander. Beide besitzen die gleiche Ausbildung. Der Malermeister hat eine zusätzliche Weiterbildung, die in der Handwerksordnung geregelt wurde. Die Meisterprüfung für die Berufsgruppe Maler ist im ganzen Bund einheitlich geregelt. Viele Bildungseinrichtungen und Handwerksorganisationen bieten entsprechende Vorbereitungskurse bezüglich der Meisterprüfung an. Je nach dem ist die Dauer unterschiedlich. Wer Vollzeit so einen Kurs besucht, muss mit einem Zeitaufwand von vier bis sechs Monaten rechnen. Bei einer Teilnahme in Teilzeit ist mit zwei Jahren zu rechnen. Will man an einer Malermeisterprüfung teilnehmen, ist die Teilnahme an einem der genannten Vorbereitungslehrgänge keine Pflicht.

Welche Bereiche enthält die Weiterbildung zum Malermeister?

Zum Malermeister gehört ein fachpraktischer Teil, in diesen Bereichen geht es z. B. um die Gestaltung und Instandhaltung. Hier muss der Malermeister nicht nur mit Spachtel und Putzen umgehen können. Er muss Untergründe genau planen, kontrollieren und ausführen können. Zudem gehört dazu, dass er Werbezeichen, Dekorationen und Schriften entwerfen können muss. Des Weiteren benötigt der Malermeister entsprechende Fachkenntnisse in Sachen Instandsetzung, sei es, dass die Bereiche durch verschiedene Mikroorganismen oder Schädlinge beschädigt wurden. So sollte der Malermeister nicht nur entsprechend in den passenden Präventivmaßnahmen fit sein, er sollte die genannten Probleme auch beseitigen können. Zudem muss der Malermeister sich auch in Sachen Dämmarbeiten, Verglasungsarbeiten planen, Verfugungsarbeiten und Markierungsarbeiten bestens bewandert sein. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung zum Malermeister ist Kirchenmalerei, Denkmalpflege und Korrosions- und Bautenschutz.

Natürlich gehört zu der Ausbildung zum Malermeister auch ein fachtheoretischer Teil. Dieser Bereich umfasst neben den Handlungsfeld Gestaltung und Technik, auch die endgültige Auftragsabwicklung und natürlich Betriebsführung und – Organisation.

Im kaufmännischen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Teil wird dem zukünftigen Malermeister vermittelt, wie er die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen hat. Dazu gehört auch Übernahmeaktivitäten bzw. Gründungen einer Firma durchzuführen und natürlich entsprechend zu bewerten. Der Malermeister lernt während seiner Weiterbildung auch, wie entsprechende Unternehmensführungsstrategien zu entwickeln sind.

Der Malermeister darf ausbilden – der Maler nicht

Der zukünftige Malermeister darf zudem nach seiner Ausbildung selbst zukünftige Maler ausbilden. Aus diesem Grund lernt er während seiner eigenen Ausbildung, wie eine Ausbildungsvoraussetzung zu prüfen ist. Dazu gehört auch, wie eine Ausbildung zu planen oder vorzubereiten ist. Hinzukommt noch, was man bei der Einstellung eines Azubis beachten muss. Natürlich gehört auch das Ausführen der Ausbildung dazu, wie deren Abschluss.